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Ford Escort (1980-1985)

Bereits im Winter 1975, also rund zwei Jahre nach der ersten Ölkrise, begannen die Entwicklungsarbeiten am Nachfolger für das seit Ende 1967 gebaute Modell, das ab Ende 1974 mit lediglich geringfügigen Modifikationen als zweite Generation weiterlief. Ziel der Entwickler war es, konkurrenzfähig gegenüber dem sehr erfolgreichen VW Golf zu werden.
 
Die dritte Escort-Generation (Codename Erika), die ab dem 26. September 1980 in Deutschland zu Preisen zwischen 11.000 und 17.000 DM erhältlich war, bedeutete so eine radikale Abkehr von den beiden vorhergehenden Modellreihen.
 
Der Escort '81 war der erste Escort mit Schrägheck (genannt Aeroheck), Quermotor mit Frontantrieb und hinterer Einzelradaufhängung an Trapezquerlenkern und Dämpferbeinen. Neu waren zudem die eigens für dieses Modell entwickelten CVH-Motoren.
 
Zum Verkaufsbeginn des Autos des Jahres 1981 standen neben fünf verschiedenen Ausstattungslinien fünf Motorisierungen zur Auswahl:
 
1,1-Liter-CVH-Motor mit 55 oder 59 PS
1,3-Liter-CVH-Motor mit 69 PS
1,6-Liter-CVH-Motor mit 79 oder 96 PS
Vor allem in Großbritannien erfreute sich der neue Ford Escort großer Beliebtheit und war bereits 1982 der meistverkaufte PKW.
 
Berücksichtigt man neben den reinen Entwicklungskosten für das Fahrzeug auch die Investitionen in die Produktionsanlagen, so summierten sich die Gesamtkosten für die Entwicklung der dritten Baureihe zum damaligen Zeitpunkt auf rund 2,5 Milliarden DM.
 
Anfang 1981 wurde die Modellreihe durch einen Kastenwagen ergänzt, genannt Express. Zudem gab es mit Beginn des Modelljahres ’83 (ab August 1982) umfangreiche Änderungen an Fahrwerk und Motorpalette des Escort. So wurde das als unkomfortabel kritisierte Fahrwerk verbessert und der 1,1-Liter-CVH-Motor aufgrund unbefriedigender Verbrauchswerte durch den älteren, aber bewährten 1,1-Liter-Kent-Motor aus dem Ford Fiesta ersetzt.
 
Im Frühjahr 1983 wurde der Turnier genannte Kombi auch als Fünftürer angeboten. Mit Stufenheck wurde er ab Mitte 1983 als Ford Orion verkauft und war ursprünglich als eigene Modellreihe ähnlich dem VW Golf/Jetta-Gespann positioniert. Außerdem war ab Sommer desselben Jahres das bei Karmann im Werk Rheine gefertigte Cabriolet erhältlich.
 
Kurz vor Produktionsende 1985 wurde der erste Escort mit geregeltem Katalysator vorgestellt. Dafür wurde der 1,6-Liter-Motor des XR3i mit einer elektronisch geregelten Einspritzanlage (Bosch KE-Jetronic) ausgestattet und die Verdichtung von 9,5:1 auf 8,5:1 reduziert. Der damit für Normalbenzin ausgelegte Motor leistete 66 kW (90 PS) und erfüllte die Abgasnorm Euro 1. Aufgrund der kurzen Bauzeit und der damals noch geringen Nachfrage nach schadstoffarmen Fahrzeugen wurde nur sehr wenige Exemplare des Motors verkauft. Im Nachfolgemodell erfreute sich diese Motorisierung jedoch großer Beliebtheit und wurde neben dem Motor ohne Katalysator mit 77 kW (105 PS) auch in den XR3i-Modellen angeboten.
 
In den USA wurde von Frühjahr 1981 bis Sommer 1990 ein Schwestermodell des Escort '81 angeboten, zu finden unter Ford Escort (USA).
 
 
 
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