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BMW 700 (107, 110) (1959-1965), 700 LS (119) (1964-1965)

1960 BMW 700

Der BMW 700 ist ein Kleinwagen der Bayerischen Motorenwerke, der als Coupé, viersitzige Limousine und als 2+2-sitziges Cabriolet gebaut wurde. Das Cabriolet fertigte Baur in Stuttgart. Der Wagen hat einen gebläsegekühlten Heckmotor. Der BMW 700 basierte teilweise auf dem BMW 600, hatte jedoch anders als dieser erstmals bei BMW eine selbsttragende Karosserie, an deren Gestaltung Giovanni Michelotti mitwirkte. Der BMW 700 stand in direkter Konkurrenz zum VW Käfer und sprach vor allem Autofahrer an, die sich optisch von der Masse abheben wollten.

Die Produktion begann mit dem Coupé, bald darauf folgte die Limousine. Der glattflächige vordere Kofferraum bot Platz für zwei Normkoffer von 70 cm Länge und einiges Kleingepäck. Vor der Vorderachse lag unter der Kofferraumfläche der Kraftstofftank; vor Kofferraum und Tank stand – leicht nach vorn geneigt – das Reserverad. Der Tank fasste 32 Liter, der Normverbrauch bei 90 km/h betrug 5,9–6,0 l/100 km. Fortschrittlich war am BMW 700 eine Zweikreis-Belüftungsanlage, die ein Beheizen des Fußraums bei gleichzeitigem Zuströmen kühler Frischluft im Kopfbereich ermöglichte.[4] Für einen BMW-Pkw ungewöhnlich erschien, dass beim 700 die charakteristische zweigeteilte BMW-Niere an der Fahrzeugfront fehlte; bei einem Heckmotor gab es aber auch keine technische Notwendigkeit für diesen Kühlergrill. Das 700 Coupé war das letzte ohne die typische C-Säule der BMW-Coupés mit dem „Hofmeister-Knick“, der mit dem BMW 3200 CS eingeführt wurde.
 
Die erste Version leistete 22 kW (30 PS) bei 5000/min. Das Coupé gab es ab 1960 zusätzlich auch in sportlichen Ausführungen mit 40 PS. Mit diesem Motor wurde auch das ab 1961 produzierte Cabrio ausgestattet. 1962 erschien das Modell „LS“, eine Weiterentwicklung des BMW 700. In den Abmessungen unterschied sich diese Ausführung erheblich vom bisherigen Modell, der Radstand wurde um 16 cm verlängert. Der vergrößerte Platz für den Motor wurde zur besseren Zuführung von Ansaug- und Kühlluft genutzt, sodass trotz Wegfall des Rohr-Ölkühlers die Betriebtemperatur erheblich verringert wurde. Zudem wurden Motor- und Hinterradaufhängung verbessert.[5] Auch wenn das Vorgehen insofern genial schien, als dass der BMW 700 LS mit geringem Aufwand höheren Bedürfnissen angepasst wurde, stieß das Heckmotor-Konzept an seine Grenzen. Um eine technisch optimale Motoranordnung bemüht, ergab sich ein ungünstiges Raumverhältnis zwischen Innenraum und Heckbereich, das sich auch äußerlich in etwas unausgewogenen Proportionen niederschlug, die vor allem beim Coupé auffällig waren. Das Coupé wurde aber anders als die Limousine parallel weiterhin auch mit dem kürzeren Radstand hergestellt.
 
Auf Basis des BMW 700 (Luxus) entwarf das belgische Unternehmen Carrosserie Jacques Coune eine Kombi-Version; je nach Quelle baute Coune 1965 zwei Exemplare oder nur eins. Charakteristisch war die relativ stark gerundete, vom Limousinen-Modell übernommene Heckscheibe. Nicht bekannt ist, ob eines bis heute überdauert hat.
 
Ein geplanter Vierzylinder-Motor wurde nicht mehr verwirklicht. Die Produktion endete im September 1965. Von allen 700- und LS-Modellen zusammen wurden 181.411 Fahrzeuge gebaut.
 
1965-04_preisliste_bmw_ls-luxus_ls-coupe_700-cabrio
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1962-09_preisliste_bmw_700c_700cs_700-cabrio_ls-luxus
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