Nissan Primera (1990-1997)

Der Nissan Primera ist ein Fahrzeug der Mittelklasse des Autoherstellers Nissan, das von Mitte 1990 bis Frühjahr 2007 in den drei Baureihen P10 (W10), P11 (W11) und P12 (W12) hergestellt wurde.
 
Im Herbst 1990 kam er als Nachfolger des Nissan Bluebird auf den Markt und war in allen Baureihen als Stufenheck und Fließheck erhältlich. Hinzu kam der Traveller (der Begriff kennzeichnet die Nissan-Kombi-Modelle), der allerdings in der ersten P11-Serie (1996–1997) nicht verfügbar war. Der Werkscode des Kombis unterscheidet sich von den übrigen Ausführungen, da er an Stelle des 'P' ein 'W' (für wagon) enthält. Der Primera wurde weitgehend im englischen Nissan-Werk in Sunderland gefertigt, nur die Kombi-Modelle des P10 wurden in Japan produziert.
 
Ab Frühjahr 2006 wurde die Ausstattungsvielfalt des Primera gemindert. Schließlich endete im Frühjahr 2007 die Produktion.
 
In den USA wurden die Generationen P10 und P11 unter dem Namen von Nissans Luxusmarke Infiniti als G20 vermarktet.
 
Die Anmeldung der schon in der EU eingetragenen Marke Primera gestaltete sich in Österreich zunächst schwierig, da das Patentamt die Eintragung zunächst wegen fehlender Unterscheidungskraft verweigerte. Nissan erhob dagegen Beschwerde an den Obersten Patent- und Markensenat, der dieser Folge gab und bestätigte, dass Primera als Marke für Kraftfahrzeuge eintragungsfähig ist.
 
Das Mittelklassemodell Nissan Primera kam im Herbst 1990 in der ersten Baureihe P10 als direkter Nachfolger des Nissan Bluebird auf den Markt und sollte diesen in Europa ablösen. Erhältlich war eine Limousine mit Stufen- oder Schrägheck sowie ein Kombi, welche bei Nissan als Traveller bezeichnet werden. Dieses Modell wurde in den USA auch als Infiniti G20 verkauft.
 
Im Januar 1995 erhielten alle Varianten des Primera ein umfangreiches Facelift. Die Sicherheitsausstattung wurde weiter verbessert, Fahrerairbags waren ab sofort serienmäßig an Bord. Zusätzliche Beifahrerairbags sowie Gurtstraffer waren ebenfalls verfügbar und in höherwertigen Ausstattungen (SE, eGT) Teil der Serie.
 
Erkennbar waren die facegelifteten Limousinen-Modelle an einem geänderten Kühlergrill mit Chromeinlagen sowie veränderten, tiefer gezogenen Front- und Heckstoßstangen. Auch den Rückleuchten wurde ein moderneres Aussehen in grau-rot verpasst und die Tachonadeln waren fortan rot anstelle der bisher weißen. In die Frontschürze waren nun zwei Nebelscheinwerfer integriert. Die letzten Primera-Modelle der Baureihe P10 erfüllten die Abgasnorm Euro 2, es war jedoch zum Teil nachträglich eine Umrüstung der Euro-1-Motoren mit einem Kaltlaufregler (KLR) möglich.
 
Die Kombiversion erhielt eine geänderte Frontschürze, einen anderen Kühlergrill sowie serienmäßiges ABS. Im Juni 1996 wurde der Traveller erneut leicht überarbeitet, um ihn als Lückenfüller bis Herbst 1997 zu produzieren. Ein Ablösemodell ist erst nach dem Facelift der nächsten Primera-Generation als WP11-120 erschienen. Dieses zweite Facelift ist an einem abermals geänderten Kühlergrill erkennbar und verfügt zusätzlich über Beifahrerairbags und Gurtstraffer.
 

 
 
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