Opel Ampera (2012-2016)

Der Opel Ampera war ein viersitziges Plug-in-Hybrid-Pkw-Modell von General Motors auf Grundlage der ersten Generation des Chevrolet Volt mit Voltec-Antrieb. Die Schwestermodelle, zu denen auch die Rechtslenker Holden Volt in Australien und Vauxhall Ampera auf den britischen Inseln gehörten, wurden von Juli 2011 bis 2014 im Hamtramck-Werk von Chevrolet in Detroit hergestellt. Der rein Akku-elektrisch angetriebene Nachfolger war in Europa ab 2017 der Opel Ampera-e auf Basis des Chevrolet Bolt.
 
Als „Opel Ampera“ wurde der Wagen im März 2009 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt. Opel nannte es ein „Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer“, engl. abgekürzt „EREV“, warb jedoch auch mit: „Fahren Sie mit unserem Elektrofahrzeug in die Zukunft“.
 
Bei voller Batterie (16 kWh) fährt der Ampera 40 km bis 80 km ausschließlich elektrisch. Der eingebaute Verbrennungsmotor mit der 54-kW-Generator-Einheit startet automatisch, sobald der Ladezustand der Batterie unter ca. 20 % (3,2 kWh) gesunken ist, und liefert dann den elektrischen Fahrstrom; dieser Fahrzeugtyp wird daher auch Extended Range Electric Vehicle (EREV, Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite) genannt.
 
Der Elektromotor des Opel Ampera hat eine maximale Leistung von 111 kW (150 PS) und ein Drehmoment von 370 Nm, das in einem größeren Drehzahlbereich als bei Verbrennungsmotoren zur Verfügung steht. Die maximale Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 9 Sekunden, die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit beträgt 161 km/h. Zum Vergleich: der 1,8-l-Benzinmotor mit 103 kW (140 PS) des Opel Insignia hat 175 Nm, was für eine maximale Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 11,4 s und eine Höchstgeschwindigkeit von 207 km/h reicht; der 2,8-l-Motor mit 190 kW (260 PS) hat 350 Nm, eine Beschleunigungszeit von 6,9 s und eine auf 250 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit; der Insignia ist mit einer Leermasse von mindestens 1470 kg (je nach Ausstattung) dabei 262 kg leichter als der Ampera.
 
Als Verbrennungsmotor kommt ein „family-0“-Motor der Opel Ecotec-Serie mit 1,4 l Hubraum und 63 kW zum Einsatz.
 
Die Produktion wurde aufgrund schlechter Verkaufszahlen (europaweit 332 Fahrzeuge in den ersten fünf Monaten des Jahres 2014) mit Erscheinen des überarbeiteten Chevrolet Volt im Jahr 2016 eingestellt. Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Opel AG, kündigte ein kleineres Modell als Nachfolger an.
 
Zeitweise war geplant das Schwestermodell Cadillac ELR auf dem deutschen Markt anzubieten.
 

 
 
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