Opel Kadett (1965-1973)

Der zur Kompaktklasse zählende Kadett und sein Nachfolgemodell Astra (lat. Sterne) sind die meistgebauten Modelle von Opel.
 
Der erste Opel Kadett wurde von Ende 1936 bis Mitte 1940 gebaut. Nach einer längeren Pause wurde die Modellbezeichnung mit Erscheinen des Kadett A im Frühsommer 1962 wieder in das Programm aufgenommen. Der Name Astra wurde im Sommer 1991 mit dem Modellwechsel vom Kadett E zum Astra F von der britischen GM-Tochtergesellschaft Vauxhall übernommen. Den Namen Astra hatte Vauxhall für die dort produzierten rechtsgelenkten Kadett D eingeführt. Mit dem Astra J kam im Herbst 2009 die zehnte[1] Baureihe auf den Markt.
 
Im September 2015 wurde auf der IAA der Astra K präsentiert, der einen Monat später zu den Händlern gelangte.
 
Der Kadett B war ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse und das zweite Modell der PKW-Baureihe Opel Kadett/Astra. Mit dem ersten Kadett von 1936 haben diese Modelle nichts gemeinsam.
 
Der Kadett B wurde im September 1965 als Nachfolger des Kadett A vorgestellt. Wie der Vorgänger hatte er einen längs eingebauten Frontmotor und Hinterradantrieb. Bis Juli 1973 wurde er zusammen mit seiner gehobenere Variante Olympia A über 2,7 Millionen Mal gebaut und gilt als eines der erfolgreichsten Opel-Modelle. Im August 1973 präsentierte Opel den Nachfolger Kadett C.
 
Die Grundkonstruktion (Fahrwerk/Motor/Getriebe) übernahm Opel auch für den Sportwagen Opel GT. Der Kadett B LS bildete die Basis für den luxuriösen Ableger Olympia A. Der gegenüber dem des Kadett A auf 1,1 Liter Hubraum vergrößerte Motor bot in der Basisversion des neuen Opel-Modells 33 kW (45 PS) Leistung (5 PS mehr). Der Wagen war nun 10 cm breiter und die 18 cm längere Karosserie hatte einen um 91 mm vergrößerten Radstand von nun 2416 mm. Im Herbst 1967 standen 28 Kadett- und neun Olympia-Versionen zur Wahl. Zwei Stufenheck, zwei Fastback, zwei Coupés und zwei Caravan ließen sich mit Motoren zwischen 1,1 und 1,9 Liter Hubraum und PS-Zahlen zwischen 45 und 90 kombinieren. Erstmals wurde die viertürige Limousine angeboten, ein Coupé mit angedeuteten Entlüftungsschlitzen hinter den hinteren Seitenscheiben („Kiemencoupé“ bis Juli 1970) sowie der dreitürige Kombi, bei Opel traditionell Caravan genannt. Die Bordspannung war nun 12 Volt. Gegen Aufpreis wurde eine Drehstromlichtmaschine, in der Regel mit der heizbaren Heckscheibe kombiniert, angeboten.
 
Der Kadett S mit dem höher verdichteten Superbenzin-Motor von 40 kW (55 PS) Leistung war serienmäßig mit 13 Zoll-Rädern und Scheibenbremsen vorn ausgestattet, die gegen Aufpreis auch mit dem schwächeren Motor erhältlich waren. Für die sportlich orientierte Kundschaft wurde das Coupé ab November 1966 auch als „Rallye-Kadett“ mit einem 44 kW (60 PS) 1,1-l-Motor und erweiterter Ausstattung angeboten (siehe Kapitel unten).
 
Ab Februar 1967 hatten alle Typen serienmäßig eine Zweikreisbremsanlage und bei vorderen Scheibenbremsen war serienmäßig ein Bremskraftverstärker vorhanden, zuvor nur als Option.
 

 
 
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