Opel Rekord (1977-1986)

Der Opel Rekord E ist ein Pkw der oberen Mittelklasse der Adam Opel AG, der im August 1977 als Nachfolger des Opel Rekord D eingeführt wurde. Wie seine Vorgängermodelle war der Typ auch als Kombinationskraftwagen (bei Opel traditionell „Caravan“ genannt) erhältlich.
 
Bis zur Modellpflege im Oktober 1982 bezeichnet man das Modell als E1, danach wurde es E2 genannt. Die Plattform des Opel Rekord E wurde auch in den Modellen Opel Commodore C, Senator A und Monza A verwendet.
 
Das Fahrzeug mit Vierzylinder-Reihenmotor, hinterer Starrachse und Hinterradantrieb war der letzte Vertreter der seit Frühjahr 1953 angebotenen Modellreihe Opel Rekord.
 
Nach rund 1,4 Millionen produzierten Fahrzeugen wurde der Rekord E im August 1986 durch den Omega A abgelöst.
 
Im Juli 1981 wurden einige Modellpflegemaßnahmen durchgeführt. Alle Modelle bekamen nun einen Kunststoff-Spoiler am Bug, was den cw-Wert auf 0,414 senkte; alle Limousinen bekamen Heckleuchten mit einer schwarzen anstelle einer roten Kunststoffeinfassung. Der Rekord L hieß nun Rekord Luxus und hatte einen „Luxus“-Schriftzug am vorderen Kotflügel, integrierte Außenspiegel und als Limousine eine verlängerte hintere Stoßstange wie bei Senator, Monza und Commodore.
 
Auch der Rekord Berlina bekam diese Neuerungen, dazu als Limousine vom Senator bzw. Monza breitere Seitenschutzzierleisten und Gummileisten auf den Stoßstangen. Vom Commodore bekam der Berlina die umlaufende Heckleuchten-Chromleiste; der zweitürige Rekord Berlina fiel weg. Alle Modelle waren in neuen Polsterfarben lieferbar: Beige, Braun, Dunkelgrün, Dunkelblau oder Dunkelgrau. Standard- und Luxusmodell wurden nun mit dem gleichen Stoff ausgestattet. Dem Berlina war wieder eine Veloursausstattung vorbehalten.
 
Ab April 1982 erschien das sportliche Modell Rekord SR/E auf Basis des Rekord Luxus mit auffälliger Zweifarbenlackierung als zwei- und viertürige Limousine und als fünftüriger Caravan als Ersatz für das S-Paket.
 
Im August 1982 wurde die Produktion des Rekord E1 beendet. Ihm folgte der E2.
 
Im März 1983 wurde als neues Topmodell der Rekord CD eingeführt. Er basiert auf dem Rekord Berlina mit 2.0-E-Motor. Erkennbar ist er an einer Alu-Zierleiste an der Motorhaube, Schwellerverkleidungen sowie einer neuen vollflächigen Radkappe (Design ähnlich wie beim Ascona CD aus der Baureihe C). Auch das Feinvelours-Interieur ähnelt dem des Ascona CD.
 
Der Rekord Caravan Berlina hatte ab Modelljahr 1984 die bei der Limousine bekannten Radkappen, sowie eine geteilt umklappbare Rücksitzlehne. Optional gab es auch die einfacheren Caravan-Modelle gegen Mehrpreis mit dieser Sonderausstattung. Neu war der Rekord Caravan in CD-Ausstattung.
 
Das Diesel-Programm wurde weiter ausgebaut: Der 2.3 D wurde im August 1983 auf 71 PS gesteigert, 1984 kam die 86 PS starke Turbovariante hinzu, die auch im Senator erhältlich war.
 
Die Neuerungen des Modelljahres 1985 beschränken sich auf Ausstattungsänderungen. Die Schriftzüge am Kofferdeckel waren nun aus Kunststoff, die Innenleuchte wurde vergrößert, die neuen Türverkleidungen kamen ohne Chrom aus. Die Ausstattungsvarianten wurden neu geordnet: Aus dem Grundmodell Rekord wurde nun der Rekord LS, der nun vollflächige Radabdeckungen, neue Stoffe, eine ausklappbare Mittelarmlehne, eine mit Teppich bezogene Heckablage sowie stoffbezogene Kopfstützen und Türverkleidungen bekam und damit dem bisherigen Rekord Luxus schon recht ähnlich war. Letzterer bekam eine neue hochwertige Veloursausstattung ähnlich der des bisherigen Rekord Berlina sowie dessen Radabdeckungen und führte nun die Bezeichnung Rekord GL.
 
Der Rekord Berlina wurde zum Rekord GLS und orientierte sich optisch am Rekord CD mit dessen Feinveloursausstattung, Radkappen und Schwellerverkleidungen aus Kunststoff. Der Rekord CD behielt seinen Namen, ihm fehlte jetzt die Zierleiste an der Motorhaube und serienmäßig wurden schmalere Reifen montiert. Darüber hinaus gab es gegen Ende der Produktion noch den GLS Exclusiv.
 
Der 2.0 E-Motor wurde im September 1984[1] durch den 2.2i-Motor ersetzt, der sich vom 2.0 E nur durch einen 8 mm verlängerten Kolbenhub unterscheidet. Dieser Motor zeichnet sich durch einen besonders kräftigen Antritt schon bei niedrigen Drehzahlen aus. Für manche Exportmärkte blieb der 2.0-E-Motor wegen abweichender Steuergesetzgebung im Programm.
 

 
 
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