Peugeot 104 (1972-1988)

Der Peugeot 104 ist ein Kleinwagen des Automobilherstellers Peugeot, der von Spätsommer 1972 bis Mitte 1988 hergestellt wurde.

Im September 1972 wurde der nur 3,62 m lange Kleinwagen 104 vorgestellt. Die Karosserieform hatte Paolo Martin gestaltet. Ursprünglich war das Auto nur als viertürige Schräghecklimousine mit kleiner Kofferraumklappe erhältlich. Im August 1973 kam eine etwas kürzere dreitürige Coupévariante mit kleinerem Radstand als 104 Z hinzu. Das Coupé gab es auch mit luftgekühlten Boxermotoren von Citroën als Citroën LN und LNA.
 
Im 104 hatte zudem ein neu entwickelter Vierzylinder-Aluminium-Motor Premiere, bei dem Peugeot viele Merkmale vom Antrieb des größeren Modells 204 übernahm. Der 104 hatte einerseits einen mit Aluminium-Motorblock, V-förmig hängenden Ventilen und kettengetriebener obenliegender Nockenwelle sehr aufwendigen und modernen Motor, andererseits folgte er aber nicht der von Saab etablierten Bauweise mit dem Getriebe seitlich neben dem Motor, sondern der veralteten Konstruktionsphilosophie mit dem Getriebe unter dem Motor und einer gemeinsamen Ölversorgung von Getriebe und Motor. Um an Bauhöhe zu sparen, wurde der Antriebsblock um 72 Grad nach hinten geneigt eingebaut, sodass das Reserverad noch im Motorraum untergebracht werden konnte. Der Motor entwickelte aus 954 cm³ eine Leistung von 33 kW (45 PS), die Version mit 1124 cm³ eine Leistung von 39 kW (53 PS). Später nachgereichte Motoren mit 1360 cm³ gab es in drei Leistungsstufen mit 53, 44 und 58 kW (72, 60 und 79 PS) für den französischen Markt.
 
Im Zuge der Modellpflege im Juli 1976 war der Viertürer gegen Aufpreis auch als Fünftürer mit einer großen Heckklappe erhältlich.
 

 
 
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