SsangYong Rexton (2001-2017)

Im Sommer 2003 wurde der Rexton in Europa eingeführt. Technisch basiert er auf dem geringfügig verlängerten Fahrgestell des SsangYong Musso mit Leiterrahmen. Lieferbar waren zunächst zwei Motorisierungen: Ein 2,9-Liter-Fünfzylinder-Diesel mit 95 PS und ein 220 PS starker 3,2-Liter-Ottomotor. Beide Motoren basierten auf Konstruktionen von Mercedes-Benz und es gab sie auch im Musso. Der Dieselmotor war vom Mercedes-Benz OM602 abgeleitet, der bei Mercedes in verschiedenen Modellen verwendet wurde. Er hatte fünf Zylinder und ursprünglich die für Mercedes typische Vorkammereinspritzung. Eine von SsangYong entwickelte Turbodiesel-Variante leistete statt 70 kW (95 PS) 88 kW (120 PS). Auch sie hatte weiterhin Vorkammereinspritzung; sie war aber nicht die gleiche wie die von Mercedes auf gleicher Basis entwickelte Turbodieselversion OM 602 LA mit Direkteinspritzung. Der Ottomotor war ein Mercedes-Benz M 104 mit sechs Zylindern in Reihe und vier Ventilen pro Zylinder. Er wurde in verschiedenen Mercedes-Benz-Pkw verwendet (E-, S-, G-Klasse) und dort 1997 durch den V-6-Motor M 112 abgelöst. Bei SsangYong baute den Motor in allen Baureihen ein: im Musso, Korando, Rexton – und auch in der Limousine Chairman. Der Rexton der 1. Generation wurde in Europa nach Insolvenz des ersten Importeurs kurzzeitig als Daewoo Rexton mit Daewoo-Logo auf der Motorhaube vermarktet.
 
Die Leistung überträgt bei der Dieselversion wahlweise ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine Viergang-Automatik. Das Schaltgetriebe stammt vom mexikanischen Hersteller Tremec, die Automatik vom australischen Zulieferer BTR Automotive. Der Ottomotor war nur mit der Automatik erhältlich.
 
Der Allradantrieb hat ein Verteilergetriebe von BorgWarner. Der Dieselmotor war mit einem schlichten Allradantrieb verbunden, bei dem die Vorderräder starr zugeschaltet werden konnten; im Straßenbetrieb fuhr der Rexton mit Hinterradantrieb. Zum Ottomotor gehörte ein permanenter Allradantrieb, der auch auf der Straße nutzbar war. Es war das „TOD-System“ (Torque On Demand), das auch in zahlreichen US-amerikanischen SUVs sowie bei Isuzu verwendet wurde. Hier teilt eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung den Vorderrädern in Abhängigkeit vom Schlupf an den Rädern einen Teil des Antriebsmoments zu.
 
2004 wurde das Modell erstmals überarbeitet; die neuen Modelle waren in Deutschland ab Herbst lieferbar. An der Karosserie wurden nur Kleinigkeiten geändert. Wahlweise war nun ein neuer Dieselmotor erhältlich. Der 2,7-Liter-Fünfzylinder basierte auf dem bisherigen 2,9-Liter-Motorblock des OM602, erhielt aber eine reduzierte Zylinderbohrung, was den Hubraum auf 2696 cm³ verringerte, und einen neuen Zylinderkopf mit vier Ventilen pro Zylinder sowie Common-Rail-Direkteinspritzung. Auch dieser Motor war nicht gleich mit dem auf den ersten Blick ähnlichen Mercedes-2,7-Liter-Common-Rail-Turbodiesel mit der Bezeichnung OM612, sondern eine Eigenentwicklung von SsangYong. Dieser Motor war wahlweise mit einer elektronisch gesteuerten Fünfgangautomatik kombiniert, die vorher auch bei Mercedes-Benz verwendet worden war. Erstmals war auch ESP lieferbar, das als kritisch bezeichnete Fahreigenschaften entschärfte. Die bisherigen 2,9-Liter-Dieselversionen wurden parallel weiter angeboten, ebenso der 3,2-Liter-Ottomotor.
 
Im Sommer 2006 erschien auch in Europa (in Südkorea bereits am 28. März 2006) der modellgepflegte Rexton. Der neue, viereckige Kühlergrill zitierte entsprechende Stilelemente von Mercedes-Benz; die übrigen Änderungen fielen weniger auffällig aus. Die Nebelscheinwerfer waren kleiner dimensioniert, die Zierleisten an den Seitenschwellern entfielen. Der 270 XDi war überarbeitet worden und leistete 137 kW (186 PS), am Kürzel 270 XVT erkennbar. Es wurden neue Injektoren, eine geänderte Motorelektronik, ein neuer variabler Turbolader sowie ein größerer Ladeluftkühler eingebaut. Die Variante mit 120 kW (163 PS) blieb im Angebot. In Deutschland wurden der Ottomotor, der 2,9 L-Turbodieselmotor und der permanent nutzbare Allradantrieb aus dem Programm genommen. Grund dafür waren nach Aussage des Importeurs Lieferschwierigkeiten durch wiederholte Streiks in Südkorea.
 
Im Sommer 2012 wurde der Rexton ein weiteres Mal überarbeitet. In Europa ist das Modell im Frühsommer 2013 unter der Bezeichnung Rexton W auf den Markt gekommen. Beim neuen Modell wurde die Front stark überarbeitet, hier wurde der bisher an Mercedes angelehnte Kühlergrill durch ein eigenständiges Element ersetzt. Des Weiteren wurden Frontscheinwerfer, Frontschürze, Heckleuchten, Stoßfänger und die Heckklappe neu gestaltet. Angetrieben wird der Rexton W hierzulande von einem 2-Liter-Turbodiesel mit 114 kW (155 PS) seit 2015 von einem 2.2 Diesel mit 131 kW (178 PS). In Russland werden noch die alten Mercedes-Benz Dieselmotoren mit 2,7 Liter angeboten und in Korea wird auch die alte 3,2-Liter-Maschine als Motorisierung angeboten.
 
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